Einfach schräg: Schwenk-Jubiläum bei Martin
Sägenhersteller stellte vor 50 Jahren die erste schwenkbare Formatkreissäge vor – Jubiläumsangebote im Handel
Ottobeuren (jm). Schräg ist „in“. Und das seit 50 Jahren. 1959 stellte der deutsche Qualitätshersteller Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Ottobeuren (Allgäu) die erste Formatkreissäge der Welt vor, bei der sich das Sägeblatt um 45 Grad schwenken ließ. Dieses Innovationsjubiläum feiert das Traditionsunternehmen, das zu den bedeutendsten Anbietern von Säge-, Fräs- und Hobeltechnologie für Handwerk und Industrie in Europa zählt, mit entsprechenden Jubiläumsangeboten, die noch bis Ende November über den Handel angeboten werden.
„Mit der ersten schwenkbaren Formatkreissäge, unserer T 75, haben wir damals nicht nur einfach eine neue Säge erfunden, sondern insgesamt das Arbeiten in den Schreinereien und in der Holzbearbeitung revolutioniert. Das war eine Art Quantensprung, weil über unsere patentierte Lösung plötzlich vieles möglich war, was vorher einfach nicht ging“, erinnert sich Max Martin, der von 1964 bis 2005 die Geschäfte des traditionsreichen Familienbetriebes führte und bis heute Hauptgesellschafter des Unternehmens ist. Sein Vater Otto Martin hatte das Unternehmen im Jahr 1922 gegründet. Mitte der 60er Jahre kamen Möbel aus Plattenmaterialien stark in Mode, die Korpusse auf Gehrung zu verbinden galt als State-of-the-Art. Hier erleichterte die neue Martin-Technologie das Arbeiten enorm.
Seitdem ist die Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG nicht nur der Spezialist für schräge Aufgaben, sondern für alle Arten der qualitativ hochwertigen Holzbearbeitung. Ideenreichtum, absolute Benutzerfreundlichkeit und höchste Maschinenqualität zeichnen den Anbieter aus dem Allgäu bis heute aus. „Martin setzt Standards“ hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. „Und wir arbeiten hart daran, dass unser Leitmotiv jeden Tag in die Tat umgesetzt wird. Schließlich ist das kein Spruch sondern wirklich unsere Philosophie, die im Unternehmen mit Begeisterung gelebt wird“, sagt Geschäftsführer Rolf-G. Krupezki. Nicht von ungefähr gilt Martin in der Branche als einer der Innovationsführer, der immer wieder mit technischem Know-how und neuen Ideen zur Bedienfreundlichkeit seiner Maschinen überrascht. Das äußert sich nicht zuletzt in den zahlreichen Patenten, die Martin alljährlich anmeldet.
Seit dem Jahr 2006 kommt Martin bekanntlich doppelt schräg daher. Mit der T60 PreXision stellte die Innovationsschmiede aus dem Allgäu als erster Anbieter weltweit eine Formatkreissäge mit beidseitig schwenkbarem Sägeblatt vor (± 46 Grad). „Auch hier sind wir Vorreiter für eine neue Technologie, die sich schon sehr bald als Standard in der Holzbearbeitung durchsetzen wird“, sagt Michael Mühldorfer, Prokurist und Leiter Produktmanagement, Entwicklung und Forschung. Durch den bisher an Formatkreissägen unerreichten Schwenkbereich von 92 Grad können die Anwender jeden Winkelschnitt am Längen- und auch am Parallelanschlag so ausführen, wie es für ihre Aufgaben am besten geeignet ist. „Jetzt bestimmt nicht mehr die Maschine, wie das Werkstück bearbeitet wird, sondern der Anwender. Wir bieten ihm hier eine bislang unerreichte Flexibilität“, so Firmenchef Krupezki.
Nicht nur bei der Auswahl, sondern auch bei der Bedienung der Bearbeitungsmöglichkeiten setzt Martin neue Standards. Als einer der ersten Anbieter überhaupt führte Martin bei seinen Qualitätsmaschinen die durchgängige, intuitive Touch-Screen-Bedienung ein. „Das ist eine neue Dimension in der Usability, denn der Anwender wird Schritt für Schritt durch den Bediendialog geführt und kann dort alle notwendigen Parameter eingeben. Die nötigen Einstellungen werden dann vollautomatisch vorgenommen. Das verhindert Bedienfehler und erhöht die Prozesssicherheit“, so Michael Mühldorfer. Bei den Maschinen von Martin kommt auch die Investitionssicherheit dazu, denn niemand läuft mehr Gefahr, irgendwann auf einer veralteten Maschinensteuerung zu sitzen. „Wir entwickeln die Software laufend weiter und bieten unseren Kunden immer wieder Updates an. Die werden dann ganz einfach mit Hilfe eines USB-Sticks in die Steuerung gespielt“, erklärt der Entwicklungschef.
Mit der hohen Anwenderfreundlichkeit will die Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG auch in Zukunft punkten. „Zu einer modernen Maschine gehört einfach eine moderne Bedienerführung. Wir haben früh auf dieses Konzept gesetzt und verfolgen das konsequent weiter. Andere Anbieter springen erst jetzt auf diesen Zug auf. Wir bieten hier schon ausgereifte und in der Praxis erprobte Lösungen“, sagt Rolf-G. Krupezki mit dem Wissen, auch hier wieder einen neuen Standard gesetzt zu haben.
Nicht nur bei den Formatkreissägen, sondern auch in den anderen Produktkategorien wie den Starrfräsen und den Dicken- bzw. Abrichthobelmaschinen präsentiert sich die Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG immer wieder als innovativer Hersteller. In den vergangenen beiden Jahren stellte Martin die neue Generation der Starrfräsen vom Typ T12 und T27 der Öffentlichkeit vor. Auf der Hannoveraner Ligna 2009 präsentierte das Unternehmen ein neues Glanzfräsaggregat für die Formatkreissäge T74. Dieses ermöglicht das Glanzfräsen von Plattenkanten aus Polymethylmethacrylat (PMMA) und bietet daher vor allem Anwendern, die im Objektbau, im exklusiven Laden- und Innenausbau, oder im Messe- und Schauanlagenbau tätig sind, neue Bearbeitungsmöglichkeiten.
Über die Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG
Die Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Ottobeuren im Allgäu ist einer der traditionsreichsten Anbieter von qualitativ hochwertigen Sägen, Fräsen und Hobelmaschinen. Das Familienunternehmen wurde 1922 von Otto Martin gegründet. Was damals mit einfachen, soliden Maschinen begann, wurde während der folgenden acht Jahrzehnte kontinuierlich zum Maßstab für Qualität und Funktionalität in der Branche ausgebaut. Bei der Produktentwicklung legt Martin von jeher höchsten Wert auf eine absolut hochwertige Verarbeitung sowie ein konsequent nutzerorientiertes Bedienkonzept, das dem Anwender das Arbeiten erleichtert. Die Otto Martin Maschinenbau GmbH & Co. KG setzt auf Qualität „made in Germany“. Derzeit beschäftigt das Traditionsunternehmen am Firmensitz in Ottobeuren ca. 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.








